Honig, mehr als nur ein Aufstrich

Nahezu jeder kennt das Hausrezept "heiße Milch mit Honig" bei Halsschmerzen, aber welche heilenden Kräfte stecken wirklich im Honig?

Die antibakterielle Wirkung von Honig ist seit geraumer Zeit belegt und der Einsatz von Honig verspricht eine bessere Wundheilung. Insbesondere bei der Wundversorgung von schwer heilenden entzündeten Wunden nach Operationen findet medizinischer Honig immer häufiger Anwendung als Wundauflage. Der Zucker im Honig entzieht der Wunde und den darin lebenden Bakterien das Wasser und trocknet diese aus. Darüber hinaus versiegelt Honig die Wunde und bildet eine schützende Schicht gegen die Ansiedlung von neuen Bakterien. Ein weiterer Vorteil ist, dass Honig die Wunde reinigt und feucht hält und somit notwendige Verbandswechsel bedeutend angenehmer gestaltet. Er sorgt zudem für eine sanftere Heilung und eine kleinere Narbenbildung.

Dagegen ist die heilsame Wirkung von Honig bei Erkältungen weiterhin umstritten. Durch eine Metastudie belegt ist jedoch die Wirksamkeit bei Kindern. Diese konnten, nachdem sie abends vor dem Schlafengehen einen Löffel Honig zu sich genommen hatten, besser durchschlafen und haben nachweislich weniger gehustet. Der Honig legt sich im Rachen wie ein Film auf die Schleimhäute und wirkt dort gegen Entzündungen und ist somit auch als bewährtes Hausmittel bei Halsweh eine gute Alternative.

Honig ist per Definition ein Lebensmittel und keine Arznei und sollte aufgrund seines hohen Zuckergehalts nur in Maßen genossen werden. Für Säuglinge und Kinder unter 12 Monaten ist Honig in Gänze tabu. Manche Honigvarianten sind mit Propolis versetzt und sollten von Allergikern nicht verzehrt werden, jedoch sind Allergien gegen puren Honig dagegen nur sehr selten und können auch von Heuschnupfen geplagten verzehrt werden.

Das Anpreisen der heilenden Wirkung, insbesondere auf den Etiketten von Honiggläsern ist Imkern nicht erlaubt, also ist Vorsicht bei solchen Werbeslogans geboten.

Apothekenrundschau - Honig verspricht bessere Wundheilung

Bleibt schön gesund - eure Spubis